BMW Tech Check

DER BMW BOB-SIMULATOR

Training in einer neuen Dimension

Der BMW Bob-SimulatorTraining in einer neuen Dimension

Die Olympischen Spiele vor Augen, mit einer völlig neuen Bahn und kaum Trainingsmöglichkeiten: Die Herausforderung für die deutschen Bob- Sportlerinnen und -Sportler könnte im Vorfeld von Olympia 2022 in Peking größer nicht sein. Grund genug für die Technologieexperten von BMW eine Lösung zu entwickeln, um die Athletinnen und Athleten bei der Vorbereitung optimal zu unterstützen. Entstanden ist der BMW Bob-Simulator – ein Glanzstück technischer Innovation, das seinesgleichen sucht. 

 

Technologietransfer vom Motor- zum Wintersport.

BMW begeistert seit fast 90 Jahren in deutschen und internationalen Motosport-Rennserien. Dabei stehen die Fahrzeuge von BMW seit jeher für Perfektion, Fortschritt und Innovation. Unverzichtbarer Bestandteil: Der Renn-Simulator. Dieser war bisher auch hauptsächlich dem Motorsport vorbehalten, doch seit einem Jahr profitieren nun auch die Athletinnen und Athleten des Bob- & Schlittenverbands für Deutschland e.V. (BSD) von diesem Know-how.

 

Die Olympischen Spiele 2022 gaben den Anlass für die Entwicklung einer völlig neuartigen Trainingsmöglichkeit im Bob-Sport: Mittels einer Simulation der Bahn in Peking wurde für die Piloten ein Raum geschaffen, in dem sie sich deren Verlauf und Charakter aneignen konnten.

 

 

Drache oder Boa? In jedem Fall eine echte Herausforderung.

Nicht nur die Presse, auch die Athleten zeigen sich beeindruckt vom neuen Eiskanal in Peking: Ob ein sich schlängelnder Drache oder eine Riesen-Boa, egal welchen Vergleich man zieht – was bleibt, ist der Fakt, dass es die Bahn auch abgesehen von ihrer ungewöhnlichen und einzigartigen Architektur in sich hat. Denn im Unterschied zu den olympischen Eiskanälen der vergangenen Spiele, deren Herausforderung immer darin lag, die Geschwindigkeiten zu handeln, fordert die Schlange von Peking auf andere Art: In 16 einzigartigen Kurven und einem spektakulären Verlauf auf knapp 1,9 Kilometern Länge weist sie untypisch wenig Neigung auf, an drei Stellen geht es sogar leicht bergauf. Neue Geschwindigkeitsrekorde sind ob der Beschaffenheit deshalb eher nicht zu erwarten – es wird mehr darauf ankommen, das langsamere Tempo besonders gut in den Griff zu bekommen. Im Vorteil sind deshalb die Piloten, die sich den Charakter der Bahn zu eigen machen können.

 

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Vom Königssee nach Peking.

Die BSD Athleten können sich dabei auf ihren Technologiepartner BMW verlassen: Da nur etwa 30 bis 40 echte Testläufe möglich sein werden, weil die Bahn erst seit diesem Winter in Betrieb ist, ließen sich die Experten von BMW etwas einfallen, um den Piloten trotzdem eine Trainingsmöglichkeit zu verschaffen. Mittels virtueller 3D-Technik gelang das Kunststück: ein Bob-Simulator. Das Vorbild für die Entwicklung lieferte die Bahn vom Königssee, von der die BMW Technologieexperten für Aerodynamik und Messtechnik ein exaktes und originalgetreues 3D-Modell erschufen. Die Piloten konnten nach einigen Testläufen ihre eigenen Erfahrungen beisteuern, was ein Feintuning und die Anpassung winziger Details ermöglichte. BMW berichtete dazu (https://www.bmw.de/de/topics/faszination-bmw/sport-events/wintersport/bob-simulator.html).

 

Diese Innovation übertrugen die BMW Entwickler nun auf den Eiskanal von Peking und bauten diesen im virtuellen Raum nach. So konnten sich die deutschen Athletinnen und Athleten die neue Bahn bereits noch vor dem ersten Lauf aneignen. Dass sich dies ausgezahlt hat, zeigt die Reaktion von Top-Athlet Francesco Friedrich, der nach den ersten Tests in Peking resümierte: „Man kannte sich sofort aus, wir kannten jede Kurve.“

 

 

Trainieren unter realen Bedingungen.

Doch allein den Verlauf des Kanals und seine Kurven zu kennen, reicht nicht aus – denn die Sportler lenken nur zu einem Teil mit den Augen. Eine bei Weitem wichtigere Rolle spielt die Sitzposition sowie die Orientierung an Druckverhältnissen und Fliehkräften in der Bahn. Das ist es, wenn von einem „exzellenten Fahrgefühl“ gesprochen wird und was entscheidend sein kann über Sieg oder Niederlage.

 

Deshalb wurde der BMW Bob-Simulator nach den ersten echten Testläufen in der chinesischen Bahn weiter perfektioniert. Denn die Erfahrungen der Piloten selbst bilden schließlich die letzte Instanz für eine perfekte virtuelle Nachbildung. Dank der Erfahrungen unter anderem von Gold-Anwärter Francesco Friedrich kann der Simulator die Bahn in Peking nun noch präziser abbilden: „Wir wissen jetzt, wann und wie wir lenken müssen. Das werden wir zügig auf den Simulator übertragen.“

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